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Multichannel-Marktplatzstrategie 2026: Warum Seller nicht nur auf Amazon setzen sollten

Amazon bleibt für viele Seller und D2C Brands der wichtigste Umsatzkanal. Genau deshalb wird eine saubere Multichannel-Marktplatzstrategie 2026 entscheidend. Wer den Großteil seines Umsatzes über einen einzigen Marktplatz erzielt, profitiert von Reichweite und eingespielten Prozessen, geht aber ein strukturelles Risiko ein: steigende Werbekosten, Margendruck und Abhängigkeit von Plattformregeln.

Amazon bleibt für viele Seller und D2C Brands der wichtigste Umsatzkanal. Genau deshalb wird eine saubere Multichannel-Marktplatzstrategie 2026 entscheidend. Wer den Großteil seines Umsatzes über einen einzigen Marktplatz erzielt, profitiert von Reichweite und eingespielten Prozessen, geht aber ein strukturelles Risiko ein: steigende Werbekosten, Margendruck und Abhängigkeit von Plattformregeln.

Dass es relevante Alternativen gibt, zeigen Kaufland und OTTO. OTTO steigerte den Plattformumsatz 2025/26 um 6 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro bei 12,6 Millionen aktiven Kund:innen. Kaufland meldet für seinen deutschen Marktplatz bis zu 32 Millionen monatliche Besucher:innen und über 45 Millionen Produkte. 

Für Seller bedeutet das nicht „Amazon ersetzen“, sondern: den passenden Channel-Mix aufbauen, bevor Abhängigkeit zum Wachstumsdeckel wird.

Multichannel-Marktplatzstrategie: Warum der Channel-Mix 2026 wichtiger wird

Eine Multichannel-Strategie ist kein „Wir listen einfach überall“. Sie ist die bewusste Auswahl der Plattformen, auf denen Sortiment, Marge, Zielgruppe, Operations und Advertising zusammenpassen. Genau hier liegt der Unterschied zwischen zusätzlichem Umsatz und zusätzlicher Komplexität.

Amazon ist in vielen Kategorien weiter der stärkste Performance-Kanal. Doch wenn 80 Prozent oder mehr des Marktplatzumsatzes auf einem Kanal liegen, hängt Wachstum von einem einzigen Algorithmus und einer einzigen Ads-Auktion ab. Kaufland (stark in Technik, Haushalt, Garten, Sport) und OTTO (stark bei Markeninszenierung, Home & Living, Fashion) öffnen hier neue Möglichkeiten. Gerade für ambitionierte Seller und D2C Brands ist das relevant. Wer in Kategorien wie Elektronik, Garten, DIY, Haushalt, Sport oder Home aktiv ist, sollte Kaufland und OTTO nicht mehr nur als Nebenkanäle betrachten. Sie können eine strategische Ergänzung sein, wenn der Produkt-Marketplace-Fit stimmt.

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Für Seller und D2C Brands lohnt sich ein strukturierter Check in fünf Schritten.

Kaufland und OTTO sind Wachstumschancen, aber keine Amazon-Kopie

Der häufigste Fehler im Multichannel-Aufbau ist die Annahme, dass Amazon-Logik eins zu eins übertragbar ist. Kaufland, OTTO und Amazon unterscheiden sich in Datenstruktur, Content-Anforderungen, Advertising-Tiefe, Support und Kundenerwartung. Ein neuer Kanal erzeugt neue Datenströme und operative Aufgaben. Wer diese Prozesse nicht sauber aufsetzt, verliert die gewonnene Marge schnell durch manuelle Arbeit und Fehlerkorrekturen.

Wichtig ist außerdem, Wachstum richtig zu interpretieren: Ein Marktplatz kann prozentual stark wachsen und absolut trotzdem deutlich kleiner sein als Amazon. Entscheidend ist nicht die Wachstumsrate, sondern ob das eigene Sortiment dort relevante Nachfrage, tragfähige Provisionen und realistische Skalierungschancen hat.

So prüfen Seller den passenden Marktplatz-Mix

Eine gute Multichannel-Marktplatzstrategie beginnt nicht mit der Frage „Wo können wir überall verkaufen?“, sondern mit „Welche Kanäle passen zu unserer Marge, unserem Sortiment und unseren operativen Ressourcen?“

 



1. Umsatzabhängigkeit analysieren.

Liegt ein Kanal bei 70 bis 80 Prozent des Umsatzes, ist Diversifikation kein optionales Projekt mehr, sondern Risikomanagement.

2. Kategorie-Fit prüfen.

Nicht jeder Marktplatz passt zu jeder Kategorie. Kaufland punktet bei Technik, Haushalt und Alltagsprodukten, OTTO bei Markensignal und Home & Living.

3. Prozessfähigkeit bewerten.

Produktdaten, Preise, Bestände, Versand und Retouren müssen kanalübergreifend funktionieren. Idealerweise mit sauberem PIM/ERP-Setup. Ein neuer Marktplatz sollte kein manuelles Nebenprojekt sein.

4. Channel-Reporting aufsetzen.

Pro Marktplatz mindestens Umsatz, Deckungsbeitrag, Ad-Kosten, Retourenquote und Conversion betrachten – sonst wird Multichannel zum Bauchgefühl.

5. Skalierung in Phasen planen.

Selten startet man mit dem ganzen Sortiment. Besser: priorisierter Launch mit klaren Erfolgskriterien und definierten Testzeiträumen.

Was Seller beim Start auf Kaufland und OTTO konkret beachten sollten

Bei Kaufland zählen vor allem Produktdatenqualität, Kategoriezuordnung, Preislogik und Bestandssynchronisation. Entscheidend ist die wirtschaftliche Bewertung: Welche SKUs haben nach Provision, Versand und Retouren genug Marge – und welche sollten bewusst nicht übertragen werden?

Bei OTTO kommt die Marken- und Content-Dimension hinzu. Der Marktplatz verlangt eine saubere Aufbereitung von Content und Produktinformationen und skaliert weiter. Das Sortiment wurde 2025/26 auf über 19 Millionen Artikel ausgeweitet. Das zeigt, dass OTTO als Plattform weiter skaliert und für Händler relevanter wird. 

Für beide gilt: Advertising gehört in die Vorbereitungsphase, nicht erst nach dem Launch. Gerade weil Nicht-Amazon-Marktplätze teils weniger ausgereifte Werbetools haben, ist saubere Steuerung mit eigenen Benchmarks wichtiger.

Wie Remazing Nova beim Multichannel-Aufbau unterstützt

Multichannel ist vor allem dann profitabel, wenn Strategie und Umsetzung zusammen gedacht werden. Genau hier setzt Remazing Nova an: nicht nur mit Marktplatzberatung, sondern mit operativer Steuerung von Onboarding, Content, Advertising und Reporting.

Der entscheidende Hebel liegt in der Vorarbeit: Sortiment, Datenstruktur, Margenmodell und technische Anbindung müssen geklärt sein, bevor ein Marktplatz live geht. Danach folgen Produktupload, Listing-Optimierung, Kampagnenaufbau und kontinuierliches Monitoring.

So wird Kaufland, OTTO oder ein weiterer Marktplatz nicht zum Komplexitätstreiber, sondern zum steuerbaren Wachstumskanal. Der Fokus liegt nicht darauf, überall präsent zu sein, sondern die Marktplätze zu priorisieren, die zu Marke, Kategorie und Profitabilität passen.

FAQ

Ist Amazon 2026 für Seller weniger wichtig?

Nein. Die Frage ist nicht Amazon oder Multichannel, sondern Amazon plus passende Ergänzungskanäle.

Für welche Seller lohnt sich Kaufland besonders?

Für Sortimente in Elektronik, Haushalt, Garten, Küche, Sport und DIY. Entscheidend sind Sortiment-Fit, Marge, Wettbewerb und operative Skalierbarkeit.

Warum reicht Wachstum allein nicht als Entscheidungsgrundlage?

Hohe Wachstumsraten können von einer kleineren Ausgangsbasis oder internationaler Expansion getrieben sein. Seller sollten deshalb immer absolute Umsatzchancen, Margen, Kategorie-Fit und Prozesskosten prüfen.

Was ist der wichtigste Schritt vor einem neuen Marktplatz-Launch?

Ein sauberer Prozess- und Datencheck: Produktdaten, Preise, Bestände, Schnittstellen und Verantwortlichkeiten müssen stehen, bevor das Sortiment live geht.

Ihr wollt prüfen, ob Kaufland, OTTO oder weitere Marktplätze zu eurer Marke passen?

Remazing Nova analysiert Kategorie, Wettbewerb, Marge und Skalierungspotenzial und entwickelt daraus eine individuelle Multichannel-Roadmap. 

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